Huf-Therapie nach NHC

Ein Pferd mit kranken Hufen ist wie ein Sportwagen mit Holzrädern

Mit Naturhufbearbeitung kann man die Gesundheit und das Bewegungspotential des Pferdes enorm steigern. Die Hufe sind für das Fluchttier Pferd eben fundamental, auch für seine gesamte Gesundheit. Doch wie sehen gesunde Hufe aus? Wenn es 1000 (Experten-)Meinungen gibt, orientiere ich mich immer an Mutter Natur. In der Natur ist alles sinnvoll. Wie kommen also Wildpferde ohne Schmied aus? Die großen Wahrheiten sind immer einfach: Die verschiedenen Hufstrukturen haben bestimmte Funktionen. Und wenn man diese Strukturen und deren Funktion beachtet statt zu behindern, bleiben die Hufe gesund. So hat z.B. die Hufsohle eine Polsterfunktion und wird nicht "ausgeschnitten", denn logischer Weise kann man mit einer dicken Sohle besser über Steine laufen als mit einer dünnen. Das Sohlengewölbe bildet sich sowieso von allein und muß nicht künstlich hinein geschnitten werden. Der Hufstrahl hat die wichtige Aufgabe einer Pumpe für die Durchblutung im Huf und den unteren Beinabschnitten und eine Tastfunktion zum blitzschnellen Scannen des Bodens. Er darf ebenfalls nicht weggeschnitten oder durch einen Zwanghuf mit hohen Trachten bis zur Strahlfäule zusammengequetscht werden. Und vieles mehr. Sehen & Verstehen eben. . Oftmals hat sich das Pferd unter Behinderung seiner Hufstrukturen auch ein falsches Bewegungsmuster angewöhnt und dadurch so einige Blockaden im Bewegungsapparat. In schweren Fällen geht die Korrektur dann nur mit Hilfe von "weiter oben", wie z.B. durch Dorntherapie vorwärts. Wenn Sie die Hufbearbeitung selbst in die Hand nehmen wollen, biete ich Ihnen gern Coaching an.

Hinweise auf Hufprobleme

- Strahlfäule - die weiße Linie ist schwarz - die weiße Linie ist hohl - Ausbrechen der Hufwände - häufiges Stolpern - Überbeine - Schmerzen & Entzündungen der übergeordneten Gelenke - Arthritis und Arthrose - Taktunreinheiten - steifer, kurzer Gang - wenig Raumgriff - Bügeln, Streichen - "übern Onkel"-Laufen - in die Vorderballen treten - Rücken- und Beckenprobleme - Verspannungen des Schultergürtels - Lustloses Laufen - die Körperspannung fehlt beim Laufen - u.a.

Behandlungsablauf

Die Hufbearbeitung dauert ca. eine Stunde und sollte alle 6-8 Wochen stattfinden. Der Huf- Heilungsprozeß dauert i.d.R. ein Jahr, bis das Horn einmal von oben nach unten durchgewachsen ist, bei schweren Verformungen auch deutlich länger. Positive Effekte auf die Biomechanik und damit die Bewegungsfreude folgen erfahrungsgemäß schon nach der Erstbehandlung.